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Willow... oder so gefährlich kann Plastik-Naschen sein!!!
Dass Willow krank wurde, muß ich leider auf meine Kappe nehmen: Ich habe den Fehler begangen, mich in einem Zoogeschäft über Käfig und Ausstattung falsch beraten zu lassen... was zur Folge hatte, daß unser Böckchen Willow fast gestorben wäre und mich die stationäre Behandlung über zwei Tage mit Kontrastmittelröntgenuntersuchung um 200€ erleichtert hat.
Die Gute Nachricht ist: Willow ist wieder gesund und munter, die weniger gute Nachricht ist, hätten wir nicht unerwartet einen Geldzuschuß bekommen, hätten wir uns die Behandlung nicht leisten können!!!
Aber zuerst einmal zurück zu dem ZOO-MARKT-FACHVERKÄUFER:
Wir hatten uns einen schlichten Käfig mit hölzernen Sitzgelegenheiten ausgesucht und riefen den Verkäufer um noch ein paar Fragen zu klären. Dieser fragte uns, welche Tiere wir denn in den Käfig setzen wollen, woraufhin wir von unseren Chins erzählten.
Der Zoomensch riet uns von diesem spartanischen Modell ab, er habe was viel Tolleres und Besseres, von schöner ganz zu schweigen... und überhaupt! Er zeigte uns einen Käfig, der aufgrund einer klitzekleinen Beschädigung 60% reduziert war. Der Käfig war auf 2 Etagen ausbaufähig (alles Nötige dabei) und hatte auch optisch viel Platz zum toben. Mit dem Geld, dass wir sparen würden, könnten wir noch jede Menge Spielsachen kaufen und die Chins hätten es da wie im Paradies. Ich fragte gezielt, nach der Plastikummantelung der Gitter und dem im Käfig vorhandenen Plastikspielzeug, woraufhin mich der Verkäufer kopfschüttelnd ansah und sagte: Junge Frau, die stellen das doch extra für Nagetiere her, da werden die doch nichts verwenden, was den Tierchen schaden könnte!!!
Und ich Idiot habe dieser Ausführung Glauben geschenkt!!! Und das Argument mit dem Extraspielzeug hatte ja bei uns auch seine Wirkung, weil den Tieren sollte es ja an nichts fehlen!!!
3 Monate später: Ich wollte das Wasser im Trinkspender erneuern und diese fiel mir direkt bei Berührung entgegen (zum Verständnis: das Teil wurde von einer Plastikspange mit Flügeln am Käfiggitter befestigt, nur daß die Spange jetzt gar keine Flügel mehr hatte!).
Und da Willow auf der Seite liegend, alle Viere von sich gestreckt unter Buffy lag... und das obwohl er am Vortag beim Auslauf alle Renn- und Sprungrekorde gebrochen hatte, wurde mir ganz anders, denn es lag nahe, daß er sich über das Plastik hergemacht hatte.
Wir also postwendend um 23.00 Uhr zum tierärztlichen Notdienst in die Praxis in Alfter gefahren, in der Willow erst einmal Aufbauspritzen, Saab simplex, Bird Bene Bact und eine Wiegung über sich ergehen lassen mußte.
Diagnose: Schwere Verdauungsstörungen
Und Petra schob mit Willow in der Transportbox (mal wieder) Nachtwache im Wohnzimmer, weil der Kleine alle 2 Stunden mit Pellettbrei gefüttert werden sollte! Trotz 20ml Brei, diverser Streicheleinheiten und Wärmflasche, sah Willow am nächsten Tag nicht wirklich besser aus! Also, wieder zum TA, diesmal: stationäre Aufnahme, Röntgen, Infusionen, Kontrastmitteldarstellung, Zwangsernährung... und dann, nach 2 Tagen endlich die Nachricht, dass es Willow besser geht!
Seine Frisur war durch die Zwangsfütterung zwar hin, die Beinchen wegen der Infusionen kahl rasiert, aber unser kleiner Schatz war wohl auf, und das war die Hauptsache...
Und jetzt die ganz genaue Diagnose (weil: hinterher ist man ja immer klüger!):
Willow war durch die Plastikfresserei innerlich extrem aufgegast, wodurch er das Gefühl hatte satt zu sein, weshalb er nicht mehr fraß, was natürlich die Aufgasung verstärkte und dazu noch fiese Magenkrämpfe auslöste.
... und die Moral von der Geschicht: Kauf keinen Plastikbomber nicht!!! (Augenzwinker zu Melli)
Willow nahm in den darauffolgenden Tagen kontinuierlich zu, so daß ich nach einem Kontrollbesuch 3 Tage später die absolute Genesung von Willow bestätigt bekam!!! (Froi, froi, froi..... ist absichtlich falsch geschrieben!)
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