Update: 05.09.10

Immer wieder liest man auf allen möglichen Chinchilla Seiten im Internet, dass es schwierig ist, zu einem , oder mehreren Chinchillas ein weiteres erfolgreich dazu zu setzten. Es werden jeweils verschiedene Methoden angeboten, an denen man sich orientieren kann, um möglichst erfolgreich eine Vergesellschaftung durchzuführen.

1.   Einfach dazu

Ist die umstrittenste Methode: Man setzt einfach den Neuzugang zu dem bereits vorhandenen Chin und bete, dass alles gut geht.Man hat eine 0,1% Chance, dass es funktioniert.

2.   Käfig an Käfig

Die große Geduldsprobe für jeden Chin-Neu-Erwerber!!! Man setzt das neu erworbene Chin in einem separaten Käfig neben das Familien-Chin und beobachte die beiden genau: Schnüffeln ist erlaubt, Gemecker und Angezicke auch... aber wenn man mitbekommt, dass eines von beiden versucht die Zähne durch die Gitter zu schlagen, ist Vorsicht geboten!!! Aber bereits nach einigen Tagen müsste man feststellen können, dass sich so langsam aber sicher die Gemüter beruhigen. Wenn ein paar Tage kein durch die Gitter-Gezicke mehr stattfindet, kann man bei einem Probeauslauf (auf möglichst kleinem Raum) feststellen, ob Chin den neuen Partner wirklich akzeptiert hat, oder ob es nur zu anstrengend geworden ist, an den Gittern zu zerren und so dem Neuling gegenüber seinen Unmut zu bekunden.                    Auch beim Freilauf gibt es vier verschiedene Verhaltensformen:      
a.) man versteht sich auf Anhieb,                                                     
b.) man zeigt reges Desinteresse,                                                     
c.) man attackiert direkt,                                                                    
d.) man wiegt den Chinhalter in Sicherheit um in einem unbeobachteten Moment auf den Neuling zuzustürmen und ihn möglichst tot zu beißen.

Im Fall a) hat man gewonnen und die Vergesellschaftung war erfolgreich.               Fall b) dagegen sieht zwar nicht all zu gut aus, ist jedoch durchaus nicht als hoffnungslos zu bezeichnen. Empfohlen wird die Käfigmethode beizubehalten und es zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu versuchen.                                                   Fall c) erscheint zwar übel, man könnte es jedoch weiterhin mit Engelsgeduld und mehreren Anläufen versuchen und so irgendwann in ferner Zukunft zum Erfolg gelangen…  Eine 50% Chance besteht.                                                                      Der vierte Fall ist ein solcher, von dem ich sogar den “Engelsgeduldigen” von Euch raten würde: Finger weg!!! Da Gefahr für das neue Chin besteht.                                 In dem Moment, indem das Familien-Chin so lange wartet, bis sie nicht hinsehen, weiß es vermutlich, dass sie über die Attacke verärgert sein würden… dies an Hinterlist nicht zu übertreffende Verhalten sagt aus: Ich kann den neuen Partner nicht leiden und alle Zeit der Welt wird daran nichts ändern!!!

3. Die Kleintier-Käfig-Methode

Man setzte alle vorhandenen Chins in einen Meeri-Käfig und warte ab, was passiert... da der zur Verfügung stehende Raum zu klein ist, um sich zu jagen ist die Stimmung eher gedrückt.                                                                                                                                    Je nach Verhalten der Chins kann man die Süßen 2 Tage bis zu einer Woche darin belassen, immer wieder beobachten, um im Notfall dazwischen gehen zu können. Man darf den Tieren natürlich einen Auslauf gönnen, jedoch sollte dieser in einem möglichst überschaubaren Raum sein. Das Gute an der Kleintierkäfig-Methode ist: Man kann den Käfig für die Zeit der Vergesellschaftung im Schlafzimmer unterstellen und ist somit direkt in der Lage einzugreifen, wenn´s übel wird.

4. Die Transbort-Box-Methode

Die gemeinere Variante der Kleintier-Käfig-Methode. Alle Tiere, die miteinander vergesellschaftet werden sollen in die Transportbox hinein und abwarten was passiert. Diese wirklich fiese Methode ist bei uns die erfolgreichste Variante gewesen.       Zwischenzeitlich wurden die Tiere allesamt in die (leere) Badewanne gesetzt, daß sie auf fremdem Terrain eine Schnupperprobe durchführen konnten (außerdem kam man als “Eingreifer” von oben besser an die Tiere ran ). Es folgte Gezeter und Gezicke, Pipiduschen wurden verteilt und das ein, oder andere Fellbüschel ist auch geflogen!!! Aber es wurden glücklicherweise keine ernsthaften Verletzungen verursacht.                                   
Nach zwei Tagen in der Transportbox waren die Tiere aneinander gewöhnt, so daß wir einen weiteren Ausflug im Badezimmer riskieren konnten. Wildes Umhergejage war jedoch alles was wir (dem Himmel sei Dank) geboten bekamen. Nach einem weiteren Tag in der Transportbox kamen alle zusammen in den grundgereinigten hyperdesinfizierten Käfig und siehe da: Friede Freunde Eierkuchen.                        Natürlich hat die Transportbox während der Vergesellschaftungszeit neben meinem Bett gestanden, um ein rechtzeitiges Eingreifen zu gewährleisten


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